Über mich
Für die, die wissen wollen, was mich geformt hat
Ausgebildet wurde ich zur Staatlich geprüften Hauswirtschaftsleiterin mit einem Vordiplom in Sozialpädagogik. Ich habe mit 20 Jahren ein Hotel mit 70 Betten geleitet. Mit 26 Aufbau und Geschäftsführung eines Restaurants — inklusive Küchenleitung. Mit 33 mittleres Management bei der Deutschen Bahn.
Das hat mir beigebracht, was kein Seminar lehrt: wie Menschen unter Druck wirklich funktionieren. Was es kostet, Verantwortung zu tragen, wenn es wehtut. Dass Konflikte nicht verschwinden, wenn man sie ignoriert — sie werden lauter.
Mensch muss Menschen mögen — und mit ihnen leben, um von ihnen zu lernen. Das ist mein Prinzip — seit dem ersten Tag.
1995 bin ich in die Selbständigkeit gegangen und bis heute selbst — und ständig — geblieben. Das heißt: Beratung, Begleitung, Konfliktarbeit, Ausbildung und Projekte — systemisch, ganzheitlich, kreativ, personenorientiert und unternehmerisch. Für diverse Branchen und Kontexte.
Parallel dazu: Forschung und Entwicklungsarbeit für das von mir so bezeichnete Kompetenzprinzip, das durch Albert Schweitzer inspiriert ist: „Du bist Kompetenz inmitten von Kompetenz, die sich ausdrücken will.“ Daraus entstand sk!lls — 2007 unternehmerisch in den Markt eingeführt. Mit allem, was dazu gehört: Erfolg, Bestand — und einem Scheitern im Vertrieb, aus dem ich viel lernen konnte.
Seit 2019 Collagistin. Seit 2022 Malerin — mit ersten Ausstellungen und der Erfahrung, dass Farbe eine Sprache ist, die weitergeht, wo Worte aufhören.
2022 schüttete der Staat Energiegeld mit der Gießkanne — auch für die, die es nicht brauchten. Die Idee entstand beim Friseur — bei Domenico Di Leo, Obernstraße, Bielefeld: Was wäre, wenn wir das Geld dorthin lenken, wo es wirklich gebraucht wird? Gemeinsam mit ihm und der Stiftung Solidarität haben wir als Privatpersonen die Initiative „Bielefeld erwärmt sich“ gestartet. 1.100 Haushalte bekamen in Summe 152.000 Euro.
Manchmal reicht ein Friseurbesuch. Manchmal braucht es dreißig Jahre für eine Umsetzung.
Meine Mutter fragte mich einmal — als ich gerade selbständig war: Wie viele Bund Möhren müssen wir dafür verkaufen? Seitdem denke ich anders über Geld. Darüber, wer was wofür bekommt. Und darüber, warum Geld so viel Macht hat — und wir so ungern darüber sprechen. Daraus ist die Fair-Preis-Regelung entstanden.
Was mich antreibt: die Neugier, die nicht locker lässt. Die Fähigkeit, zwischen Welten zu wechseln — jenseits von richtig und falsch. Und der Mut, dort anzufangen, wo andere aufgehört haben.
Ich war über 50, als ich wirklich verstand, was Demokratie bedeutet. Nicht als Staatsform. Als Praxis. Als tägliche Entscheidung, ob ich meinem Gegenüber zuhöre — oder nur warte, bis ich wieder sprechen darf.
Demokratie ist Begegnung. Innere Demokratie ist kein Luxus — sie ist die Voraussetzung für äußere.
Wichtige Lehrerinnen und Lehrer meines Weges — ein Auszug aus vielen: Prof. Dr. Kurt Nagel, die Arbeitsmethodiker, Matthias zur Bonsen & Team, Annette Kaiser, Klaus Eidenschink — und vor allem die Kunden und Freunde, die mich forderten und kritisierten.
„Ich bin Gastgeberin für Entwicklung, die im Prozess sowieso geschieht.“
Die MUT-Tankstelle und die Muckibude sind die Räume, die daraus entstanden sind — zwei Orte in Bielefeld, an denen Begegnung und Arbeit zusammenkommen.
Mein Büro-Atelier ist genauso in Bielefeld wie das archaische Grundstück in der Natur.
Ich arbeite überall, wo jemand einen RAUM braucht.
Das Bild im Hintergrund:
Fokus Blau – Öl auf Leinwand · Imke Lohmann